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7 Tipps, wie Ihr Euren Gugelhupf aus der Form lösen könnt

Meine 7 besten Tipps, wie Ihr den Gugelhupf garantiert aus der Form bekommt

Ich bekomme oft zu hören, dass es schwierig ist, einen Gugelhupf zu backen, weil er sich so schwer aus der Form lösen lässt oder beim Stürzen zerbricht. Viele backen daher lieber keinen Gugelhupf mehr.

Johannisbeer-Gugelhupfe 08 Text.jpg

Das finde ich, als großer Gugelhupffan, sehr bedauerlich. Gerade die Gugelhupfform verleiht doch dem Kuchen ein wunderschönes Äußeres, dass viele anzieht und  bezaubert.

Daher möchte ich Euch heute meine 7 besten Tipps und Tricks verraten, wie Ihr Euren Gugelhupf garantiert aus der Form lösen könnt.

Gugelhupf gestürzt Ss

Dieses Jahr ist es mir zum ersten Mal passiert, dass ich einen Gugelhupf nicht aus der Form bekommen habe. Ausgerechnet an Ostern ist beim Stürzen ein Teil meines Karottenkuchens in der Form stecken geblieben, daher hat es das Rezept bisher auch noch nicht auf den Blog geschafft. Wie ich den Gugelhupf retten konnte, erzähle ich Euch ebenfalls hier.

1. Saubere und kratzfreie Gugelhupfform benutzen
Die Gugelhupfform muss vor der Benutzung gründlich mit Spülmittel und einer Spülbürste gereinigt werden. Es dürfen absolut keine Teigreste oder sonstige Spuren mehr in der Form vorhanden sein, denn daran bleibt der neue Teig kleben. Wenn bei den Metallformen z. B. im Schlot noch Teigreste im Falz stecken geblieben sind, entferne ich diese mit einem Zahnstocher aus Holz.
Achtet bei der Reinigung darauf, dass Ihr nichts verwendet, was die Form verkratzen oder beschädigen könnte. Die Verwendung von einem Messer ist hierbei z. B. ein absolutes No-Go! An den Kratzern kann sonst der Teig kleben bleiben. Rangiert Eure alten Formen mit Kratzern aus und kauft Euch lieber eine neue Form, als dass Ihr euch jedes Mal ärgert, dass der Kuchen in der Form hängen bleibt. Hier zeige ich Euch, wie Ihr die alte Form zur Dekoration weiter verwenden könnt.

2. Gugelhupfform einfetten und bemehlen
Dieser Schritt ist absolut notwendig, lasst ihn auf gar keinen Fall aus! Nichts ist ärgerlicher, als wenn Ihr zum Schluss Euren leckeren Gugelhupf nicht aus Form bekommt, weil Ihr am Anfang ein paar Minuten Zeit sparen wolltet. Zum Einfetten könnt Ihr flüssige Butter oder neutrales Öl (z. B. Rapsöl) verwenden, das Ihr am besten mit einem Silikonpinsel in der Form verteilt. Ihr könnt natürlich auch ein Backtrennspray verwenden. Es sollte nur eine dünne, gleichmäßige Schicht von Fett in der Form sein. Je filigraner Eure Backform ist, desto gründlicher müsst Ihr hier sein. Die Form anschließend mit Mehl ausstäuben und dann das überschüssige Mehl aus der Form ausklopfen. Ihr könnt anstelle von Mehl auch Semmelbrösel verwenden. Ich mache dies auch bei meinen Silikonformen – sicher ist sicher. Achtet darauf, dass Ihr auch den Schlot einfettet und bemehlt

gugelhupfform bemehlt Ss

Mehlspuren:

Viele haben Angst die Form mit Mehl auszustäuben, wenn sie darin einen dunklen Teig backen möchten, da dann evtl. Mehlspuren auf dem dunklen Teig sichtbar sind. Ich nehme das in Kauf. Falls Mehlspuren da sind, kann man versuchen, diese mit einem Pinsel wegzumachen oder man glasiert den Kuchen mit einer Glasur z. B. aus dunkler Kuvertüre. Ihr könnt auch statt Mehl Kakao verwenden. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass sich der Kuchen mit Kakao nicht so gut, wie mit Mehl oder Semmelbröseln aus der Form lösen lässt. Probiert es einfach mal selber aus.

3. Gugelhupf durchbacken! – Garprobe mit dem Holzstäbchen machen
Wenn ein Kuchen nicht ganz durchgebacken ist, lässt er sich sehr schwer oder auch gar nicht aus der Form lösen. Das war übrigens das Problem bei meinem Karottenkuchen! Dabei ist zu beachten, dass allein schon das Material der Gugelhupfform die Backzeit beeinflusst. So benötigen z. B. Kuchen in einer Aluguss- oder Glasform eine geringere Backzeit, da Alu bzw. Glas sich sehr schnell erwärmt. Im Gegensatz dazu benötigen Kuchen in einer Silikonform etwas längere Backzeiten, da das Silikon länger braucht, um sich zu erwärmen, als Metallformen. Aber übertreibt es nicht mit der Backzeit, sonst wird der Kuchen trocken. Auch ist jeder Backofen anders. Hier hilft nur eines:  Auf jeden Fall die Garprobe mit einem Holzstäbchen machen! Wenn nichts mehr am Holzstäbchen kleben bleibt, ist der Gugelhupf durchgebacken.

4. Gugelhupf ca. 10 Minuten in der Form auskühlen lassen – Form aufschlagen – am Rand entlangfahren
Stürzt den Kuchen auf gar Fall sofort aus der Form! Ich bin auch ungeduldig und jedes Mal gespannt, wie der Kuchen geworden ist. Aber diese Wartezeit ist nötig, da der Kuchen sich dann in der Form etwas zusammenzieht und stabiler wird. Danach lässt er sich normalerweise prima stürzen.  Manchmal hilft es auch die Gugelhupfform auf der Arbeitsplatte ein paar Mal aufzuschlagen (benutzt bitte eine Unterlage, um Eure Arbeitsplatte zu schützen!). Ihr könnt auch mit einem Plastikspatel zwischen dem Kuchenrand und dem Formrand entlangfahren. Bitte benutzt hierfür kein Messer! Ihr könnt damit ganz dolle Eure Form verkratzen.

5. Form mit feuchtem Tuch abkühlen
Wenn Ihr den Gugelhupf auf ein Kuchengitter stürzt und Ihr merkt, die Form lässt sich nicht leicht ablösen, dann könnt Ihr die Form mit einem feuchten Tuch abkühlen. Hierzu macht Ihr ein Geschirrtuch mit kaltem Wasser nass und wringt das Tuch etwas aus. Dann wickelt Ihr das kalte Geschirrtuch um die Form und wartet noch mal ca. 10 Minuten. Dann noch mal versuchen, die Gugelhupfform abzuheben. Die Form sollte sich jetzt ganz einfach ablösen lassen. Natürlich könnt Ihr mit etwas Klopfen auf die Form nachhelfen.
Wenn dieser Trick nicht funktioniert, dann wirds aufwendiger, aber es ist nicht hoffnungslos.

6. Form in das Gefrierfach stellen – danach mit heißem Wasser ganz kurz antauen
Wenn sich der Kuchen partout nicht ganz oder nur teilweise aus der Form lösen will, dann braucht Ihr etwas mehr Zeit. Ihr müsst nun die Form mit dem Kuchen für mindestens eine Stunde in den Gefrierschrank stellen. Ihr könnt den Kuchen immer mal wieder rausholen und testen, ob er aus der Form kommt. Im Falle meines Karottenkuchens habe ich die Form tatsächlich die ganz Nacht in das Gefrierfach gestellt. Das geht natürlich nur, wenn Ihr soviel Zeit habt, denn der Kuchen muss am nächsten Tag auch wieder auftauen, bevor er verzehrt werden kann. Aber er löst sich dann problemlos aus der Form. Um hier nachzuhelfen, könnt Ihr die Form für ganz kurze Zeit in heißes Wasser stellen. Vorsicht: das Wasser darf nicht in die Form gelangen. Die Oberfläche taut dabei ein bisschen an und der Kuchen flutscht aus der Form.

7. Wenn nichts mehr geht: Macht Cake Pops
Wenn Ihr keine Zeit für den Trick mit dem Gefrierfach habt und der Teig nicht am Stück aus der Form kommt, dann löffelt ihn mit Plastiklöffeln aus der Form und macht Cake Pops daraus. Irgendwas geht immer!

Gugelhupf zusammenkleben
Übrigens: Wenn Euer Gugelhupf beim Stürzen zerbricht, könnt Ihr die Teile mit einer geschmacklich passenden Marmelade wieder zusammenkleben. Hierzu müsst Ihr die Marmelade erhitzen und dann mit einem Silikonpinseln auf die Bruchstellen auftragen. Wenn Ihr dann den Kuchen mit Kuvertüre glasiert oder mit Frosting bestreicht, sieht nachher keiner mehr etwas von dem Missgeschick. So habe ich es bei meinem Karottenkuchen gemacht:

Karottenkuchen S

Den habe ich mit Aprikosenmarmelade zusammengeklebt und anschließend mit Frosting bestrichen. Hat keiner was gemerkt und er hat traumhaft geschmeckt.

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Liebe Grüße,
Claudia

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2 Kommentare zu „7 Tipps, wie Ihr Euren Gugelhupf aus der Form lösen könnt

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